Ostern vor der Tür

Ostern steht vor der Tür

 

Unter diesem Motto haben wir vier Impulse vorbereitet. Wenn Du Dich angemeldet hast, gab es von uns ein kleines Päckchen mit den Impulsen und ein paar zusätzlichen Gimmicks. Falls Du Dich nicht bei uns angemeldet hast, auch kein Problem: Wir haben hier alles eingestellt und Du kommst ohne Weiteres an das nötige Material (Du brauchst Hefe, Mehl, etwas Öl, zwei große Nägel, etwas Draht, eine Postkarte & Blumensamen).

Schau Dich also gerne um.

Wir haben die Impulse in vier Reitern eingestellt:
Gründonnerstag – Karfreitag – Karsamstag – Ostersonntag.

Jeder Reiter ist gleich aufgebaut:
Du findest die Impulskarte, eine Bibelstelle, ein für uns passendes Lied, einige Gedanken zum Lied und zum Abschluss ein Gebet.

Wir wünschen Dir viel Freude beim Erkunden und beim Durchführen der Impulse.

Eine gute Zeit der Vorbereitung und schöne Ostern wünscht Dir

Das Team der Katholischen Jugendreferate Ostalb

 

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Johannes 13, 1-5 | Gute Nachricht Bibel

Das Passafest stand bevor. Jesus wusste, dass für ihn die Stunde gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zu gehen. Er hatte die Menschen, die in der Welt zu ihm gehörten, immer geliebt. Jetzt gab er ihnen einen letzten und äußersten Beweis seiner Liebe. Jesus aß mit seinen Jüngern zu Abend. Der Teufel hatte Judas, dem Sohn von Simon Iskariot, schon den Gedanken eingegeben, Jesus zu verraten. Jesus wusste, dass der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte. Er wusste, dass er von Gott gekommen war und bald wieder zu Gott zurückkehren würde. Da stand er vom Tisch auf, legte sein Obergewand ab, band sich ein Tuch um und goss Wasser in eine Schüssel. Dann fing er an, seinen Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Tuch abzutrocknen.

 

Impuls zum Lied

Count on me, Verlass Dich auf mich. So heißt ein Lied von Bruno Mars. Es handelt von Freundschaft, bei der Du auf andere zählen und ihnen vertrauen kannst.

Jesus liebt uns. Auch wir sind seine Freund*innen. Das heißt, wir können auf ihn zählen, wenn wir selbst am Boden sind. Er verurteilt uns nicht, wenn wir manchmal zu schwach sind, um gute Freund*innen zu sein. Beim letzten Abendmahl zeigte Jesus seine Liebe sogar denen, von denen er wusste, dass sie ihn verraten oder verleumden würden. Zum einen wusch er den Jüngern die Füße, eine Aufgabe für das niedere Volk, für die er sich nicht zu schade war. Obwohl er genau wusste, was sie ihm antun würden, setzte er sich auch mit ihnen an einen Tisch und feierte Abendmahl mit ihnen.

 

Weiterführende Gedanken:

Ich bewundere Jesus. Seine Liebe hat er auch denen geschenkt, die Schlechtes getan haben oder im Sinn hatten. Auch wenn er den Verräter unter seinen Freund*innen schon kannte, behandelte er ihn ebenso gut wie die anderen.

Manchmal tue ich mich damit schwer, nett zu Menschen zu sein, die es nicht gut mit mir meinen. Ich gehe ihnen aus dem Weg oder denke unbewusst an Gerüchte über sie. Aber der Versuch, auf andere zuzugehen, zählt. Einfach mal darauf achten, sich anstelle des Weglaufens zum Hingehen zu entscheiden. Ab und an entwickelt sich aus diesen Kontakten sogar eine Freundschaft, die sehr wertvoll werden kann. Auch ich habe vor ein paar Jahren auf solche Weise Menschen kennengelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Mit ihnen schreibe ich immer noch und treffe mich einmal im Jahr mit ihnen.

Es ist gar nicht so einfach, aus der Komfortzone herauszukommen und auf Menschen zuzugehen. Aber wenn der Wille da ist, dann ist der Weg dazu schon nicht mehr weit. Auch wenn wir auf diesem Weg manchmal stolpern, so kommen wir im Endeffekt doch voran. Und wer weiß? Vielleicht steckt Euer Handeln andere Menschen an.

Gerade auf diese Art fangen doch die besten Freundschaften an: „Am Anfang fand ich Dich irgendwie voll komisch!“ Und bei einer Freundschaft darf es ab und zu mal Reibereien geben. Denn was ist Freundschaft? Wenn man trotzdem wieder zueinander findet und immer aufeinander zählen kann, egal was kommt.

Count on me!

 

Rezept für Fladen-Brot:

  • 250 g Mehl + Mehl zum Ausrollen
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • ½ TL Meersalz
  • 5 g Trockenhefe
  • 30 ml Olivenöl zum Kneten
  • 8 TL Olivenöl zum Backen

                                                   

  1. Mehl, Salz und Trockenhefe in eine Schüssel geben und gut vermischen.
  2. Lauwarmes Wasser hinzugeben und kneten, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt. (Der Teig ist hier noch relativ trocken.)
  3. Nach und nach das Olivenöl auf die Hände geben und in den Teig kneten.
  4. Den Pita-Teig in einer Schüssel 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  5. Den Teig in 4 Teile aufteilen. (Pro Pita ca. 100 g Teig.)
  6. Mit einem Nudelholz und ein wenig Mehl jede Pita auf 2-3 mm ausrollen. (Dünner=knuspriger, Dicker=fluffiger)
  7. Steche mit einer Gabel mehrere Löcher in die Pita. (Die Löcher schließen sich beim Backen.)
  8. Eine Pfanne gut aufheizen, sonst wird die erste Pita zu trocken.
  9. Jede Pita von beiden Seiten mit jeweils 1 TL Olivenöl bestreichen und in einer Pfanne, bei mittlerer bis starker Hitze (Stufe 2 von 3) von beiden Seiten circa 3 min backen.

(www.resipis.de/rezepte/pita-brot/)

 

 

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nach Markus 15  | Gute Nachricht Bibel

 

Sie nagelten ihn ans Kreuz. [...] Um zwölf Uhr mittags verfinsterte sich der Himmel über dem ganzen Land. Das dauerte bis um drei Uhr. Gegen drei Uhr schrie Jesus: »Eloï, eloï, lema sabachtani?« – das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«

 

Gedanken

 

„In the end it doesn’t even matter.“ Wenn etwas so richtig schiefgeht, dann glaube ich das oft. Jetzt ist alles egal – scheiß drauf! Trotzdem singen Linking Park von der Zeit als etwas, das wahnsinnig wichtig ist. Zeit, in der wertvolle Erinnerungen passieren. Aber was sind die schon wert, wenn plötzlich alles zerbricht?

Die Jünger*innen stehen auch da. Der Mann, dem sie gefolgt sind und in den sie alle Hoffnungen gesetzt haben, hängt zerschlagen und tot am Kreuz. Hat es sich gelohnt oder zählt es am Ende ohnehin nichts?

Wenn ich so richtig verzweifelt bin und Angst vor dem habe, was jetzt noch kommt, dann hilft mir ein Gedanke besonders:

In Wirklichkeit habe ich doch keine Ahnung, was noch passieren wird. Und das ist es, was mir Angst macht. Dass ich jetzt in diesem Moment nicht weiß, wie es weitergeht. Und darum malt sich mein Hirn alle möglichen schrecklichen Szenarien aus. Aber was am Ende dabei rauskommt, das kann ich erst sehen, wenn ich zurückschaue. Und beim Zurückschauen gibt es nicht nur die schlimmen Momente. Da sind auch die schönen Tage. Zum Beispiel, als ich mit Menschen, die mir wichtig sind, Brot geteilt habe.

Wir sind nicht alleine im Leben. Ja, es gibt echt schwere Zeiten. Aber es sind immer auch Menschen da, die uns durch diese Zeiten begleiten. Manchmal muss man nur etwas suchen, bis man sie findet.

In the end, you did matter!

 

Gebet

 

Herr

Das Leben ist nicht immer einfach.

DU weißt, wovon ich rede.

DU warst auch plötzlich weg. Hast DEINE Freund*innen zurückgelassen.

Und dann standen sie da.

Ratlos, wie es weitergeht.

Zeig mir wenigstens kleine Lichtblicke.

Ich bin nicht bereit zu glauben, dass es am Ende wertlos ist.

Ich will sehen, wo die Reise hingeht.

Und ich bin bereit hinzuschauen.

Amen

 

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Zum Karsamstag gibt es keine Bibelstelle  

 

-- LEERSTELLE --

 

Gedanken

 

Ich kenne unzählige Filme, in denen dieser eine Satz vorkommt: „Das ist doch nur ein schlechter Traum.“ Dann zwicken sich die Menschen und merken, dass es leider Realität ist. Ich habe auch noch gut in Erinnerung, wie meine Mutter manchmal sagte: „Morgen ist alles wieder gut“.

Aber nein! Manchmal ist es nicht wieder gut. Manchmal wachst Du auf und merkst erst so recht – es ist verdammt noch mal Realität. Und mit diesem krassen Gefühl bist Du erstmal auf Dich allein gestellt.

„Sound of Silence“ ist ein Lied, das diese Perspektive wechselt. Hello Darkness, my old friend… Diese Dunkelheit – Leere – Einsamkeit ist im Lied nichts Schlechtes. Wenn Du mit Deinen Gefühlen in einer „Leere“ bist, dann kannst Du sie sortieren. Manchmal werden Dir die Gefühle auch erst so richtig bewusst.

Ich habe mich oft gefragt, warum in den Ostererzählungen der Karsamstag ausgelassen wird. Es ist doch eine ziemlich blöde Zeit für Jesu Freund*innen. Jesus ist tot. Das ist die bittere Realität. Das war es mit dem Retter. Alleingelassen mit einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Aber davon wird nichts erzählt. Vielleicht ist so eine Leerstelle aber gerade gut, um mal runterzukommen und sich darüber klar zu werden, wo wir eigentlich stehen. Da braucht es manchmal gar nicht viel Worte, sondern Zeit für uns.

Alles andere lenkt uns dann nur ab. Und Ablenkungen gibt es heute viele. Von Netflix bis hin zu rechtspopulistischer Angstmache. Auch davon handelt „Sound of Silence“. Von den Ablenkungen der modernen Welt, die uns nicht in die Tiefe unserer Gedanken kommen lassen.

Wenn zum Karsamstag also nichts in der Bibel steht, dann ist das vielleicht auch eine Ermunterung. Schau genau hin. Schau auf Dich und suche nach dem, was Dir fehlt. Nimm Dir dafür Zeit. Dann wirst Du bereit sein für das, was noch kommt.

 

Meditation

 

Selbst in eine innere Leere zu kommen, ist gar nicht so einfach. Es hilft, sich bewusst Zeit dafür zu nehmen. Stell doch Deinen Wecker auf 10 Minuten. Das ist nicht ewig, aber reicht vielleicht, um einen Blick zu wagen. Du kannst die Zeit natürlich anpassen!

Wenn andere Menschen um Dich herum sind, dann gib Bescheid, dass Du nicht gestört werden willst. Suche Dir einen ruhigen und bequemen Ort. 

Spüre Deiner Atmung nach.

Manchmal hilft es, die Augen zu schließen oder einen neutralen Punkt zu fixieren.

Gedanken kommen von allein. Folge ihnen oder lasse sie ziehen. Du bist ihr*e Erschaffer*in.

Folge Deinen Gedanken, so lange es gut für Dich ist oder bis Dein Wecker klingelt.

Komme wieder im Hier und Jetzt an. Strecke Dich. Atme tief ein.

Leere ist eigentlich gar nicht leer. Innere Leere ist meist das Gegenteil.

 

Gebet

 

Gott
Du bist nicht mehr da.
Du bist verschwunden.
Du hast Leere und Stille hinterlassen.
Du hast mich zurückgelassen.

Gott
Da stehe ich. 
Allein und leer.
Traue ich mich hinzuhören?

Gott
In mir ist so viel los.
So viele Gedanken, so viel Chaos.

Gott
Ich will Ordnung schaffen.

Amen

 

 

 

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nach Lukas 24 | Gute Nachricht Bibel

 

Am Sonntagmorgen dann, in aller Frühe, nahmen die Frauen die wohlriechenden Öle und gingen zum Grab. Zu den Frauen traten plötzlich zwei Männer in strahlend hellem Gewand. Die beiden sagten zu ihnen: »Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier; Gott hat ihn vom Tod auferweckt! Sie verließen das Grab und gingen zu den Elf und allen Übrigen, die bei ihnen waren, und berichteten ihnen alles.

 

Gedanken

 

„Don’t stop me now 'cause i’m having a good time“

Wenn es mir richtig gut geht und ich glücklich bin, dann fühle ich mich so, wie es Freddie Mercury (Queen) im gleichnamigen Lied beschreibt: Mich kann nichts stoppen. Ich will die Zeit genießen und kann nicht aufhören mich zu freuen und gut gelaunt zu sein.

Bestimmt kennst Du auch solche Momente.

Bei mir kommt immer schon ein wenig die Freude, wenn ich daran denke, nach Corona endlich mal wieder feiern zu gehen und mit meinen Freund*innen um die Häuser zu ziehen.

 

Vielleicht ging es den Jünger*innen an Ostern damals auch so: Voller Freude. Klar, sie waren bestimmt erst einmal überrumpelt und erstaunt, dass Jesus von den Toten erstanden ist. Vielleicht wussten Sie auch nicht genau, was das so bedeutet. Aber als sie es dann verstanden haben und ihn auch gesehen, war ihre Freude groß.

So viele Hoffnungen hatten sie in Jesus gesetzt und die schienen mit seinem Tod am Kreuz unwiederbringlich beendet. Doch dann erscheint er ihnen. Er ist nicht tot. Er lebt. Ihre Hoffnungen und Wünsche können nun doch in Erfüllung gehen: Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt in der sie leben. Jesus wird sie aus ihrer persönlichen Dunkelheit, allem schwierigem und schlechtem im Leben retten und ihnen eine positive Perspektive für die Zukunft geben.

 

Der Sonnenaufgang ist ein Ostersymbol. Nach jeder Nacht kommt ein neuer Tag und dieser durchbricht mit seinen hellen Sonnenstrahlen die Dunkelheit und das Ungewisse der Nacht.

Vielleicht hast Du Lust einmal ganz bewusst den Sonnenaufgang zu erleben.

Zu sehen, wie das Licht langsam die Dunkelheit vertreibt.

Das ist ein ganz besonderer Moment.

Vielleicht motiviert Dich die Sonne für den Tag und lässt ihn Dich beschwingt beginnen.

(Tipp: Am Ostersonntag/ -montag ist der Sonnenaufgang gegen 6.30 Uhr)

 

Mach doch ein Foto vom Sonnenaufgang und teile es auf Insta mit uns: juref.ostalb

 

 

 

Gebet/Segen

 

Jesus,

heute feiern wir Ostern.

Deine Auferstehung.

Deinen Sieg über den Tod.

Deinen Weg aus dem Ausweglosen.

Zeige Du mir immer wieder Wege, wenn ich denke es geht nicht mehr.
Schenke mir eine*n Freund*in an meiner Seite, für schwere Zeiten aber auch zum Feiern und Glücklich sein.

 

Deinen Jünger*innen hast du versprochen:

„Ich bin bei Euch alle Tage, bis ans Ende der Welt“

Geh Du auch mit mir und begleite mich – durch gut und schlechte Zeiten.

 

Amen.

Gefördert wird dieses Projekt von der Jugendstiftung JUST. Vielen Dank dafür!

https://just-jugendstiftung.de/